Yoni - Göttliches Erbe

G%C3%B6ttin_edited.jpg

Yoni - Göttliches Erbe

Seit der frühesten Menschheit wurde von unseren Vorfahren eine weibliche Gottheit verehrt und angebetet. Die Vagina der Göttin wurde in zahlreichen Höhlen- und Felsmalereien dargestellt und gewürdigt. Für die Vagina der Göttin wähle ich den umfassenderen Begriff Yoni, ein Wort aus dem Sanskrit, was soviel bedeutet wie heilige Quelle, göttlicher Ursprung. Die Frauen wurden als Repräsentantinnen der Göttin geachtet und geehrt. Sexualität galt als heilige Vereinigung von Frau und Mann und wurde gefeiert. Die Yoni wurde als Ort ungeheurer magischer Kräfte verehrt, entstand aus ihm doch das größte Wunder, neues Leben.

Leider haben wir westlichen Völker keinerlei Tradition mehr, in der die weibliche Vagina irgendeine positive Rolle gespielt hätte. Um so mehr geht es jetzt für jede einzelne Frau darum, die weibliche Geschichte verstehen zu lernen und sich für den Weg der Heilung zu öffnen. Das ist die Voraussetzung, um als Frau zu sich selbst stehen zu können und den eigenen Körper und seine zyklische Natur anzuerkennen und wertzuschätzen.

Um wieder Teil an unserem ursprünglichen göttlichen Erbe zu haben, um die Yoni wieder sichtbar zu machen und ins Bewusstsein zu rücken, habe ich die Yoni-Aufstellungen entwickelt. In den Aufstellungen kann eine Frau die Stimme ihrer Yoni und ihre Botschaften vernehmen und auf diese Weise die göttliche Dimension ihrer Weiblichkeit in ihr Leben einladen.                     

Die Göttin Baubo (siehe Skulptur rechts) 

"Im frühgriechischen "Demeter-Hymnus" heilt Baubo die Göttin Demeter, die in ihrer Trauer über den Tod ihrer Tochter Persephone Nahrung verweigert und das Land verdorren lässt, indem sie Demeter durch das Entblößen ihres Genitals zum Lachen bringt. Mit dieser Geste erinnert Baubo sie an ihre eigene Vollständigkeit durch ihre Fähigkeit zu Gebären, in welcher Leben und Tod, Geburt und Verlust untrennbar miteinander verbunden sind.

Diese dem Weiblichen ganz eigene Macht, für die die explizite Darstellung der Vulva das Symbol gewesen sein muss, wurde über die Jahrtausende hin gebannt und tabuisiert, so dass heute weder eine vollständige, vom männlichen Blick unabhängige Symbolik des weiblichen Genitals noch eine Verbindung zu den zyklischen Prozessen der Natur existiert. Die Skulptur "Kleine Baubo" thront inmitten dieses Spannungsfeldes und lädt auf humorvolle Art ein, einen versöhnlichen Blick auf die verlorene Selbstverständlichkeit zu werfen."

Skulptur Baubo und Text

Laura Baginski

Baubo hell.jpg

Artist Laura Baginski

Kontakt          Impressum          Datenschutz

  • Facebook
  • YouTube

© 2021 Irmgard Rosa Maria Rauscher